5.-9. April 2022
Roman Archaeology Conference in Split
CN nimmt an der Sektion COINAGE, CULTURE AND SOCIETY IN THE ILLYRICUM AND THE DANUBIAN PROVINCES: NEW THOUGHTS AND PERSPECTIVES teil.
Anhand der reichen numismatischen Überlieferung sollen in dem Vortrag "Die
lichtbringenden Gottheiten im römischen Thrakien und Mösien" die in der
römischen Kaiserzeit emittierten Münzen thrakischer und mösischer Münzstätten
vorgestellt werden, die Abbildungen fackeltragender Gottheiten aufweisen. Es
sind Münzen mit Darstellungen vornehmlich der Artemis und der Demeter. Im
Vortrag werden vor allem die unterschiedlichen Ikonographien sowie die
zeitliche und geographische Verteilung aufgezeigt und diskutiert. Artemis
wurde bereits von Herodot als eine der am meisten in Thrakien verehrten
Gottheiten herausgestellt. Obwohl speziell der Kult der Artemis Phosphoros in
den archäologischen und epigraphischen Quellen in Thrakien im 4.-1. Jh. v. Chr.
untersucht wurde, ist ihre Rolle in der Münztypologie sowohl in der autonomen
als auch in der römischen Kaiserzeit noch nicht genügend beachtet worden. Hier
soll erstmalig ein Überblick über die typologischen Konstanten und die
vielfältigen Spielarten der weiblichen Gottheiten, die eine oder zwei Fackeln
als Attribut tragen, wie ihn jetzt das Web-Portal www.corpus-nummorum.eu
erlaubt, gegeben werden. Somit sollen die religiösen Traditionen in Thrakien
und Mösien in römischer Zeit anhand der Münzen vergleichend aufgezeigt werden.

Autor: Ulrike Peter
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